Bericht und Beschlüsse aus der öffentlichen Sitzung


Aus der Gemeinde

Über 20 Gäste wohnten der Sitzung bei

Gut gefüllt war der Saal, als (fast) pünktlich um 19.05 Uhr am vergangenen Montag die 2. Öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung in 2026 eröffnet wurde. Auf der Tagesordnung die üblichen Standardthemen, doch spannend wurde es, als es um zwei Beschlüsse mit hoher Tragweite im dazwischen geschobenen "nichtöffentlichen Teil" ging.

Über die anschließende "Wiederherstellung der Öffentlichkeit", ein Novum, wurden die etwas aufgewühlten Einwohner und Einwohnerinnen dann über das informiert, was im nichtöffentlichen Teil beraten und beschlossen wurde:

  1. Der Antrag, den bereits per Nutzungsvereinbarung in Kraft getretenen freiwilligen Landtausch in Schlagsülsdorf über eine Neuvermessung auch grundbuchlich abzusichern, wurde -einstimmig- angenommen.
  2. Der Antrag auf Neuschaffung eines Baugebietes am nördlichen Ortsrand wurde -einstimmig- abgelehnt.

Alle weiteren Geschehnisse, Projekte und Planungen können nachgelesen werden im als Anlage zu TOP 4 beigefügten "Bericht des Bürgermeisters".

Im Nachgang der Sitzung kamen weitere Fragen auf, die gerne hier noch für alle in Kürze aufgegriffen werden sollen:

Frage: Warum startete der Helikopter der Bundespolizei während des Bürgerfestes in Schlagsdorf nicht zwischenzeitlich über Tag, was eigentlich angekündigt war? Antwort: Untersagung des Amtes für das Biosphärenreservat mit der Begründung "Vogelschutz". Kommentar: Ohne Worte........

Frage: Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um das Teichproblem "Algen" in den Griff zu bekommen? Antwort: Es wurde -wie bekannt- bereits ganz viel unternommen und versucht, ohne Erfolg. Aktuell wird ein Absaugen geplant, auch ein "Abkratzen" auf dem Grund wird ebenso geprüft wie das Einbringen von Sauerstoff mittels eines Unterwasserpropellers. Das unbedingte Ziel ist die Wiederherstellung der Badefreuden, wir bleiben dran!

Frage: Könnt ihr die Nutzung des Fußballfeldes nicht wegen des Spiellärms zeitlich begrenzen? Antwort: Nein! Mir ist es allemal lieber, Kinder und Jugendliche spielen Fußball, als das sie (noch länger) am Smartphone daddeln und zocken oder "in der Busse abhängen". Ganz abgesehen davon, dass schon lange auch gerichtlich festgelegt wurde, dass Spiellärm hinzunehmen ist. Feten mit zu lauter Musik nach 22.00 Uhr (außer: Dorffest) werden allerdings unterbunden (kam bislang aber nur 2x vor).

Bürokratieabbau: Alle können mithelfen über neues Portal

Abschließend noch ein wichtiger Hinweis für alle, die sich -berechtigter Weise- über konkrete, übertriebene Behördenbürokratie ärgern und mithelfen wollen, diese abzubauen: Seit einigen Tagen ist ein "Bürokratiemelder" über den Link https://www.buerokratiemelder-mv.de/ aktiv.

Ich appelliere, den auch zu nutzen; denn wir können uns einerseits nicht über die überbordende Bürokratie beschweren, andererseits aber sagen "bringt ja doch nichts" und passiv bleiben!

Nach Presseberichten gibt es derzeit 1.300 Gesetze und Verordnungen, auf deren Grundlage 12.800 Dokumentations- und Meldepflichten gefordert sind. Endlich mal ein Punkt, in dem unser Land international wohl den 1. Rang einnimmt - doch jeder kann mithelfen, daran etwas zu ändern. Meckern und schweigen hilft allerdings nicht!

Zum Schluss mit Kopfschütteln noch, auch in diesem Zusammenhang, ein "Schmunzler":

Seit kurzem steht am Verkaufsautomat bei Ina ein Schild, dass "Eierkartons aufgrund der Hygieneverordnung des Landes MV nicht mehrfach genutzt werden dürfen", weshalb die Kunden diese bitte bei sich entsorgen. Ist ja auch klar: Jeder isst ein Ei mit Schale und/oder roh, so dass eine extrem hohe Infektionsgefahr besteht. Ina, wahrscheinlich musst du demnächst auch dokumentieren, wie viele Kartons du ausgegeben hast und die Kunden müssen die fachgerechte Entsorgung über ein Formular, in Papierform zu schicken nach Schwerin, nachweisen.

In diesem Sinne: Allen einen schönen Sommer!

Bericht BGM für GV 2026_Juni.pdf

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